Der Markt für E-Bikes und Pedelecs boomt in Deutschland. Kein Wunder, ist es doch sehr komfortabel, sich auf ein Pedelec oder ein E-Bike zu setzen und mithilfe eines Unterstützungsmotors auf zwei Rädern fortzubewegen. Eine große Auswahl ist mittlerweile nicht nur bei den verschiedenen E-Bike-Modellen, sondern auch bei den unterschiedlichen Antrieben vorhanden.

Die verschiedenen Bauarten bei einem E Bike Motor

E Bike Rahmen mit Motor und Akku
E Bike Motor und E Bike Akku

Der Radnabenmotor

Bei einem Radnabenmotor handelt es sich meistens um einen Direktläufer ohne Getriebe. Die Kraft wird hierbei nahezu verlustfrei auf die Nabe übertragen. Ein solcher Motor arbeitet fast geräuschlos und vermittelt ein kraftvolles und direktes Fahrgefühl.
Nachteilig an einem Radnabenmotor ist allerdings, dass sein Wirkungsgrad bei Fahrten bergauf vergleichsweise gering ist. Bei sehr steilen und langen Anstiegen kann es daher theoretisch zu einer Überhitzung vom Radnabenmotor kommen. Damit dies in der Praxis nicht passiert, wird die Leistung von der Motorsteuerung reduziert oder der Motor wird komplett gestoppt. Geschieht dies, braucht der Radnabenmotor eine „Verschnaufpause“, in der er abkühlen kann.

Ein Radnabenmotor lässt sich des Weiteren noch in Hinterrad- und Vorderradnabenmotoren unterscheiden. Wie es der Name bereits vermuten lässt, befindet sich die Motoreinheit entweder am Vorder- oder am Hinterrad.


Der Tretlager- oder E Bike Mittelmotor

Ein E Bike Mittelmotor bietet grundsätzlich das breiteste Einsatzspektrum. Er ist kombinierbar mit Naben- und Kettenschaltungen. Ein E Bike Mittelmotor besitzt ein Getriebe, durch das die Drehzahl vom E Bike Motor und damit der Wirkungsgrad hochgehalten werden kann. Anders als ein Radnabenmotor kann ein Mittelmotor daher nicht überhitzten. Jedoch ist die Geräuschentwicklung aufgrund des Getriebes höher als bei einem Radnabenmotor.
Positiv auf das Fahrverhalten wirkt sich aus, dass ein E Bike Mittelmotor im Zentrum des Rades montiert ist, wodurch der Schwerpunkt abgesenkt wird.
Nachteilig ist hingegen, dass der Antriebsstrang die Leistung etwas reduziert und Ritzel und Kette schneller verschleißen.

Welcher E Bike Akku soll es sein?

Neben den verschiedenen Motortypen und Herstellern werden auf dem heutigen Markt auch einige verschiedene Akkutypen bei E-Bikes angeboten. Aktuell sind folgende Akku-Bauarten erhältlich:

  • Lithium-Ionen
  • Bleigel
  • Nickel-Metallhydrid
  • Lithium-Polymer
  • Nickel-Cadmium

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für den E Bike Akku versprechen hierbei Lithium-Ionen-Akkus. Diese sind entsprechend bei E-Bikes am meisten verbreitet.

Übrigens verspricht ein größerer E Bike Akku nicht zwangsläufig eine höhere Reichweite. Auch das Batterie-Management-System vom E Bike Akku sowie der Stromverbrauch des Motors spielen eine Rolle, wie schnell der E Bike Akku wieder an eine Steckdose muss. Tritt man selbst fleißig in die Pedale und verzichtet auf die Motorunterstützung, schont dies natürlich auch den E Bike Akku, den E Bike Motor und erhöht zudem die Reichweite des Zweirades.