Informationen zur E Bike Zulassung

Ehe man sich damit auseinandersetzt, welche rechtlichen Besonderheiten für E-Bikes gelten und ob es eine E Bike Zulassung benötigt, muss man zunächst klären, um welche Art Zweirad es sich eigentlich handelt. Dies ist in Deutschland vielleicht etwas kompliziert, aber dafür ziemlich genau geregelt.

Zweiräder, bei denen eine Motorunterstützung ausschließlich beim Treten der Pedale erfolgt, werden - abhängig von der jeweiligen Motorleistung und der maximalen Höchstgeschwindigkeit - als Pedelec oder S Pedelec bezeichnet.

Pedelec

Hierbei gilt ein Pedelec, mit einer maximalen Motorleistung von 250 Watt und einer Maximalgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h als Pedelec. Hierfür besteht weder eine Helm- noch eine Zulassungs- oder Führerscheinpflicht. Auch darf ein solches Pedelec auf einem normalen Radweg genutzt werden.

S Pedelec

Bei einem S Pedelec darf die Höchstgeschwindigkeit bis zu 45 km/h betragen. Im rechtlichen Sinne handelt es sich hierbei um ein Leichtkraftrad, das daher versicherungspflichtig ist und über ein Kennzeichen verfügen muss. Zudem muss der Fahrer eines S Pedelecs über eine gültige Leichtkraftradprüfbescheinigung oder einen Führerschein der Klasse M verfügen. Von dieser Führerscheinpflicht sind jedoch Personen ausgeschlossen, die vor dem 1. April 1965 geboren sind.

E-Bikes

E-Bikes hingegen sind Zweiräder, bei denen die Unterstützung des Hilfsmotors unabhängig von den Pedalen aktiviert werden kann. Dies geschieht in der Regel durch einen Drehgriff am Lenker.

Brauche ich eine E Bike Zulassung?

Nach EU-Recht handelt es sich sowohl bei einem S Pedelec als auch bei einem E-Bike um ein Zweirad, das einem Moped gleichgestellt ist. Um ein solches Zweirad nutzen zu dürfen, benötigt es daher neben einem Führerschein eine Haftpflichtversicherung und eine Betriebserlaubnis, auch umgangssprachlich E Bike Zulassung genannt. Zudem existieren im Rahmen der E Bike Zulassung verschiedene Ausstattungsvorschriften, die etwa das Vorhandensein eines Rückspiegels oder die Ausstattung des Rades betreffen. Zusätzlich müssen die Reifen über eine Mindestprofiltiefe von einem Millimeter verfügen.

E Bike Zulassung beim TÜV

Damit der Versicherungsschutz gewährleistet sein kann, ist der Austausch bestimmter Bauteile am E-Bike nur nach Prüfung durch den TÜV zulässig. Sollte der Besitzer des E-Bikes diese Zulassungsvorschriften auf die leichte Schulter nehmen, und wird beim Führen des E-Bikes im Straßenverkehr von der Polizei erwischt, muss er mit unangenehmen Geldstrafen rechnen. Aus diesem Grund ist es sehr empfehlenswert, sich genau über die Auflagen des TÜVs zu informieren, was den Umbau und den Austausch verschiedener Komponenten am E-Bike betrifft. Vergessen Sie an dieser Stelle nicht, dass diese Auflagen und die E Bike Zulassung Ihrem Schutz und dem anderer Verkehrsteilnehmer gelten und nicht als behördliche Schikane zu verstehen sind.

In der folgenden Liste erfahren Sie, für welche Teile Sie eine E Bike Zulassung durch den TÜV benötigen:

  • Gabel
  • Motoreinheit
  • Rahmen
  • Fahrradcomputer
  • Lenker
  • Vorbau
  • Front- und Rücklicht
  • Reifen und Felgen
  • Batterie
  • Seitenständer

Auch ohne Zustimmung durch den TÜV im Rahmen der E Bike Zulassung dürfen Sie hingegen folgende Teile an Ihrem E-Bike austauschen:

  • Steuersatz
  • Naben und Kette
  • Schlauch
  • Klingel und Rückspiegel
  • Schaltkomponenten
  • Sattel und Sattelstütze
  • Lenkergriff
  • Schutzbleche
  • Pedale
  • Gepäckträger